Wer hat das Walkie-Talkie erfunden?

Schuld ist das Militär – wie bei so viel guter Technik begann das Walkie-Talkie als Kriegserfindung und brauchte Jahrzehnte, bis es in Ihre Hände kam.

Wer hat das Walkie-Talkie erfunden? Die Ehre wird meist einem kanadischen Ingenieur namens Donald Hings zugeschrieben, der 1937 ein tragbares Funkgerät für das kanadische Militär baute. Etwa zur selben Zeit entwickelte Motorolas Galvin Manufacturing eine eigene Version – und Motorolas Rucksackfunkgerät SCR-300 im Zweiten Weltkrieg machte den Namen berühmt: Die Soldaten tauften es walkie talkie, weil man damit buchstäblich gehen (walk) und sprechen (talk) konnte. Wann wurde das Walkie-Talkie in der heutigen Form erfunden? Die echten tragbaren Handgeräte kamen später, in den 1940er- und 50er-Jahren, als die Technik vom schweren Rucksack auf etwas schrumpfte, das man in der Hand hält.

Die Zeitlinie danach: In den 1960er- und 70er-Jahren wurden die Geräte kleiner und die Preise sanken – Polizei und Baukolonnen begannen, sie ernsthaft einzusetzen. Wann wurden Walkie-Talkies für Verbraucher erfunden? In den 1990ern, als die FCC in den USA lizenzfreie Bänder öffnete (FRS 1996) und Europa 1999 mit PMR446 nachzog. In dem Moment wurden Walkie-Talkies zum Spielzeug aus dem Regal statt zur lizenzpflichtigen Ausrüstung. Wer erfand Walkie-Talkies als Konsumprodukt? Ehrlich gesagt niemand Einzelner – erst die regulatorischen Änderungen machten es möglich.

Kuriose Fakten, nach denen oft gesucht wird: Die ersten Handgeräte waren riesig – einige wogen über 2 kg und hatten eine Akkulaufzeit von Minuten, nicht Stunden. Und der militärische Ursprung ist der Grund, warum viele Funkgeräte bis heute eine militärisch anmutende Optik haben. Die modernen Funkgeräte, die wir verkaufen, sind Lichtjahre weiter: Motorolas aktuelle Linie hat Geräte kleiner als eine Brieftasche mit 24-Stunden-Akkulaufzeit, GPS und Verschlüsselung – die SCR-300-Crew würde es nicht glauben.

Wer einen Hauch Old School ohne das Gewicht will: Die aktuellen Funkgeräte auf dem Markt funktionieren alle exakt wie Hings’ Original: Taste drücken, sprechen, loslassen, hören. Der Kern hat sich in 90 Jahren nicht geändert – das zeigt, dass die Idee von Anfang an richtig war.