Braucht man eine Lizenz für Walkie-Talkies?

Kurzfassung: Manche Bänder brauchen eine Lizenz, manche nicht – und die Regeln unterscheiden sich von Land zu Land erheblich.

Braucht man eine Lizenz für Walkie-Talkies? Das hängt davon ab, auf welchen Frequenzen Sie funken. In den USA sind die FRS- und MURS-Bänder lizenzfrei – das sind die Walkie-Talkies aus dem Handel, 0,5 W oder 2 W, feste Kanäle. GMRS braucht eine Lizenz, obwohl die FCC es vor einigen Jahren viel einfacher gemacht hat – heute 35 US-Dollar Gebühr, kein Test, nur Formular ausfüllen, und sie deckt die ganze Familie ab.

Für Business-Funkgeräte auf den kommerziellen VHF/UHF-Bändern (die mit 4–5 W und programmierbaren Kanälen) braucht es in den meisten Ländern eine Lizenz – in den USA eine Business-Funklizenz über die FCC. In Großbritannien und Europa ist PMR446 lizenzfrei; andere Bänder brauchen eine Zulassung (in Deutschland etwa durch die BNetzA). Die Strafen für Funk ohne Lizenz sind real – Bußgelder und in manchen Ländern die Beschlagnahme der Geräte. Das passiert wirklich; wir haben es mit Kunden erlebt, die dachten, niemand würde es merken.

Was die meisten kleinen Unternehmen tatsächlich tun: Sie kaufen lizenzfreie Funkgeräte (FRS/PMR446) oder sie nutzen ein lizenziertes Band und zahlen die Gebühr. Für ein kleines Team in einem Gebäude reicht lizenzfreies Gerät meist völlig. Für große Standorte oder wenn Sie garantiert störungsfreie Kanäle brauchen: lizenziertes Band nehmen und richtig machen.

Hier ist die Grauzone, nach der viele fragen: Die Lizenz gilt für die Frequenz, nicht für das Funkgerät. Dasselbe Funkgerät braucht auf einer lizenzierten Frequenz eine Lizenz, auf einer lizenzfreien nicht. Und nein, Sie dürfen ein lizenzfreies Funkgerät nicht legal auf 5 W „aufrüsten“ und weiter nutzen – das ist die am häufigsten gebrochene Regel und genau das, was auffällt.

In unserem Funkgeräte-Sortiment ist jedes Gerät klar nach Band gelistet, sodass Sie lizenzfreie oder lizenzierte Modelle ohne Raten wählen können. Im Zweifel fragen Sie Ihre nationale Regulierungsbehörde – wir sind Händler, keine Anwälte, und die Regeln ändern sich.